Notquartiere für Gastarbeitende dringend gefordert

Utl: „Chaos an der ungarischen Grenze verhindern“, fordert Mesut Onay

Der Bescheid, wonach Nicht-Tiroler*innen umgehend das Land zu verlassen haben, droht, weiteres Chaos auszulösen. Die gilt besonders für Gastarbeitende aus Rumänien und Ungarn. „Verzweifelte Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter wissen gegenwärtig nicht, wie und ob sie zurück in ihr Heimatland gelangen – oder ob sie an der Grenze stranden. Denn Ungarn hat die Grenzen für durchreisende rumänische Staatsbürger dichtgemacht. Ob die Betroffenen infiziert sind, können sie auch nicht sagen.“, so ALI-Gemeinderat Mesut Onay. Um ein weiteres Grenzdrama und eventuelle Infektionsverschleppungen im Innern der EU zu verhindern, fordert die Alternative Liste Innsbruck fordert als Übergangslösung die Unterbringung in Notquartieren.

Einige Hotel-Saisonarbeiter_innen mussten bis gestern arbeiten und haben heute Bescheid bekommen, dass ihre Arbeit abgebrochen wird und sie bis Mittag das Hotel, und das Land zu verlassen haben. „Ein Unterbrechen der Infektionskette muss jetzt das Gebot der Stunde sein. So etwas wie in Ischgl darf sich nicht wiederholen. Diese Menschen jetzt zurückzuschicken,wo weder eine mögliche Infektion noch ihr Verbleib geklärt sind, ist grob fahrlässig“, so Onay weiter.

Als Notquartiere könnten ebenso die leerstehenden Hotels eingerichtet werden, wenn es nach der Alternativen Liste Innsbruck geht. Als Alternative könnte auch die Frauenschlafstelle am Domanigweg angedacht werden. Zumindest 2 Wochen sollten die Gastarbeiter*innen hier in Heimquarantäne verbringen können. Bereits im Austausch über diese Situation befindet sich GR Onay mit Vbm. Anzengruber, der ressortführend zuständig ist.

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