Wirrwarr rund ums Frachtenbahnhofsareal.

Das STADTBLATT publizierte am 05.02.2019 einen Artikel darüber, dass die ÖBB demnächst die Planungen zur Nutzung von Teilen des Frachtenbahnhof-Areals zur infrastrukturellen Wartung des Brennerbasistunnels abschließen wird. Für jenes Areal hatte aber auch die Stadt Innsbruck bereits verschiedene Nutzungen und Ideen in petto. Nun beklagt der Infrastruktur-Regionalleiter der ÖBB Christian Wieser, dass die Stadt ihrerseits nie Kontakt zu ihm aufgenommen habe um die Projektideen gemeinsam zu erörtern. Man könne nur dann die Vorhaben der Stadt in die Planungen der ÖBB einfließen lassen, wenn die Stadt sich auch einbringt. Bürgermeister Georg Willi gibt daraufhin an, dass er der ÖBB umgehend alle Projektplanungen zukommen lasse.

Aus einer Anfragebeantwortung an die Innsbrucker SPÖ im November 2018 geht jedoch hervor, dass die Stadt sehr wohl mit der ÖBB Besprechungen zum Thema Frachtenbahnhofareal hatte, aber es sei seitens der ÖBB signalisiert worden, dass das gesamte Areal für die Brennerbasistunnel-Infrastruktur benötigt werde. Aus diesem Grunde habe die Stadt alle städtebaulichen Entwicklungsprojekte für leistbares Wohnen auf diesem Areal auf unbestimmte Zeit zurückgestellt.

Wem darf man nun Glauben schenken? Der ÖBB, die behauptet von der Stadt nicht über die Projektideen eingeweiht worden zu sein? Oder glaubt man der Stadt, die sagt, dass es sehr wohl Besprechungen gab, aber dass die ÖBB das gesamte Areal bereits verplant habe? Für die BürgerInnen mutet dieses Hickhack jedenfalls nach Schildbürgertum an, und letzten Endes bleibt wieder einmal das leistbare Wohnen auf der Strecke.

Autorin: Irene Labner

Infos:

https://spoeinnsbruck.files.wordpress.com/2018/12/2018_12_13_gr_18h_beantwortung_frachtenbahnhof.pdf

https://www.meinbezirk.at/innsbruck/c-lokales/stadt-laesst-oebb-auf-ideen-warten_a3183933

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