Alternative Liste kritisiert bürgerliches Wohnungsvergabekonzept scharf

Onay: „Für das Anheizen einer vorprogrammierten Neiddebatte sind wir nicht zu haben“

Kritisch bewertet die Alternative Liste Innsbruck (ALi) den Vorstoß von FI, ÖVP und FPÖ für eine zweite Vergabeliste. Es handle sich um einen zu wenig durchdachten Vorschlag, durch den soziale Gruppen gegeneinander ausgespielt werden. An den rigiden Wohnbedarfskriterien ändere sich durch den neuen Vorschlag der drei Fraktionen jedoch nichts. „Aktuell warten weiterhin rund 5000 Menschen auf eine Stadtwohnung. Diese haben das Nachsehen, wenn eine solche zweite Vergabeliste kommt,“ macht Ersatzgemeinderat und ALi-Wohnbausprecher Roland Steixner deutlich. Soziale Durchmischung sei nicht auf Kosten von Geringverdienenden, sondern vor allem durch den Ausbau des kommunalen Wohnungsbestandes zu erzielen. 

Gemeinderat Mesut Onay (ALi) weist zudem darauf hin, dass Sozialeinrichtungen seit Jahren Alarm schlagen und sich von der städtischen Wohnungsvergabe mehr Flexibilität gegenüber wohnungslosen Menschen und insbesondere Frauen und Kindern wünschen würden. Beim vorliegenden schwarz-blau-gelben Vorschlag werde darauf allerdings überhaupt nicht eingegangen. „Wir stehen für soziale Durchmischung im kommunalen Wohnungsbestand. Wir brauchen wohnungspolitische Rahmenbedingungen, bei der nicht eine Gruppe gegen die andere ausgespielt wird. Für das Anheizen einer vorprogrammierten Neiddebatte sind wir nicht zu haben,“ so GR Onay abschließend.

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