ALi fordert dringenden Richtungswechsel in der Wohnungspolitik

Onay: „Spekulantenfreundliche Wohnungspolitik führt zur Verdrängung junger Familien.“

Bezahlbarer Wohnraum und friedliches Miteinander würden eine soziale Durchmischung in den Stadtteilen bedingen, so die Alternative Liste Innsbruck (ALi) in einer Aussendung. „Sozial bedeutet durchmischt und gemeinschaftlich“, spricht sich Gemeinderat Mesut Onay (ALi) für eine Lockerung der Vergaberichtlinien aus. Der aktuelle Weg führe hingegen immer mehr in eine soziale Isolation und somit komplett in die falsche Richtung. Die Stadtwohnungen müssten breiteren Kreisen zugänglich gemacht werden, wenn Innsbruck nicht weiter politisch soziale Brennpunkte schaffen möchte. „Während Innsbrucker*innen viele Jahre lang auf eine Stadtwohnung warten und viele Familien am Wohnungsamt abgewiesen werden, weil sie gerade etwas mehr verdienen, als es die Vormerkrichtlinien erlauben, steht in Innsbruck jede zehnte Wohnung leer.

Damit nimmt GR Onay zugleich auch die Widmungspolitik der Stadtführung in die Pflicht. „Wer über Jahrzehnte hinweg mit einer liberalen Widmungspolitik die Errichtung von Betongold ermöglicht, braucht sich über explodierende Grundstückspreise nicht wundern“, macht Onay deutlich. „Weder Stadt, noch die Gemeinnützigen können jetzt noch mithalten. Und das ist nicht das Ergebnis von Naturgesetzen, sondern von politischen Entscheidungen“, so Onay weiter.

 Immobilienspekulanten sind im Goldrausch, während junge Familien in die Umlandgemeinden verdrängt werden. Wir brauchen dringend eine Trendumkehr!“, ärgert sich GR Onay über die „jahrelang praktizierte Investorenfreundlichkeit“ der Stadtführung. Der Markt regle hier nichts, sondern mache Wohnraum lediglich unbezahlbar für viele. „Die Stadt ist in der Verantwortung, für die Deckung des Wohnbedarfs aller Menschen in Innsbruck zu sorgen. Aus dieser darf sie sich nicht davonstehlen”, so Onay abschließend.

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