ALI lehnt umstrittenes Investorenprojekt in Igls ab

GR Onay: „Da machen wir nicht mit!“

Bestätigt sieht sich die Alternative Liste Innsbruck in ihrer Ablehnung des umstrittenen, mehrstöckigen Bauprojekts in Igls. Sie hatte schon als einzige Gemeinderatsfraktion gegen den Entwurf des Bebauungsplans gestimmt. „Hier entstehen fast ausschließlich Luxus- und Anlegerwohnungen, aber kein Wohnraum, den sich die Mehrheit der Menschen in Innsbruck leisten könnte. Da machen wir nicht mit,“ so Gemeinderat Onay mit Blick auf das Bauvorhaben der Strabag Real Estate, bei dem 22 Wohnungen geplant sind, von denen lediglich eine zu förderungsnahen Konditionen vergeben werden soll.

„Dass jetzt der Bestandschutz als Rechtfertigung dient für die Zustimmung zu diesem Investorenprojekt, ist jedenfalls aus unserer Sicht unverständlich. Da gibt es weit bessere Möglichkeiten,“ ergänzt ALI-Wohnbausprecher Steixner, der auf die Instrumentarien des Ortsbild- und Denkmalschutzes verweist und die politisch Verantwortlichen dazu auffordert, die Bewilligungspflicht von Abbrüchen in der Tiroler Bauordnung festzuschreiben.

Verwundert zeigen sich beide über die SPÖ, die dem Bauvorhaben zustimmen will. Diese hatte vor wenigen Wochen gefordert, dass keine Widmungen zugunsten von Betongold mehr geben dürfe. 

„Wir hatten gehofft, dass sich die SPÖ selbst ernst nimmt, aus vergangenen Fehlern lernt und ihre Ansage in die Tat umsetzt. Dem ist wohl leider nicht so,“ so Gemeinderat Onay abschließend.

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