Alternative Liste Innsbruck (ALi) erleichtert über ESC-Entscheidung – Verantwortung statt Gigantomanie   

Die Alternative Liste Innsbruck (ALi) zeigt sich erleichtert über die Entscheidung, den Eurovision Song Contest 2026 in Wien und nicht in Innsbruck auszutragen. „Das gigantische Event auf Pump wäre auf Kosten der Bevölkerung gegangen und hätte die Stadt und ihrer Budget für mehrere Jahre beschäftigt. Solche Ansätze lehnen wir klar ab“, erklärt GR Mesut Onay (ALi). 

Die ALi betont, dass durch den Zuschlag für Wien der Stadt Innsbruck Millionen an zusätzlichen Schulden erspart bleiben. „Die Bewerbung war auf Pump, die Durchführung wäre es auch gewesen. Nachhaltige Politik sieht anders aus“, so Onay kritisch in Richtung Stadtregidrung. Statt Gigantomanie fordert die ALi Veranstaltungen, die sich ins reale Innsbrucker Stadtleben integrieren: „Wiederkehrende Events, unter Einbindung der lokalen Szenen, würden wir jederzeit unterstützen. Davon hat Innsbruck und die Bevölkerung langfristig mehr als von einem einmaligen Megaevent.“ 

Auch kritisiert die ALi den bisherigen Ablauf: Transparenz und nachvollziehbare Kostenkalkulationen seien sowohl für Gemeinderatsmitglieder, als auch für die Bevölkerung kaum zugänglich gewesen. Es brauche ehrliche, nachvollziehbare Politik. „Gesamtkosten von 20 bis 30 Millionen Euro sind keine Kleinigkeit. Dabei gibt es in Innsbruck derzeit genügend Bereiche, die diese Millionen dringend notwendig hätten. Von der Förderung der Kultureinrichtungen und Kunstschaffenden, über Kinderbetreuung und Investitionen in Infrastrukturprojekte wie WC Anlagen. Die Liste ist lang. Investitonen, die auch gerne von den Tourismusverbänden finanzielle unterstützt werden können“, so Gemeiderätin Evi Kofler (ALi). 

Zugleich sieht die ALi auch Chancen für die Landeshauptstadt: „Über den Finanzausgleich profitiert Innsbruck indirekt von den Mehreinnahmen in Wien. Es braucht Kooperation statt Konkurrenz der Städte. Einem Public Viewing Event mit lokalem Rahmenprogramm stehe auch jetzt nichts im Wege. Gerne auch wie von BM Anzengruber angedacht auf der Seegrube, wird Kofler konkret. 

„Wir stehen für verantwortungsvolle Stadtpolitik, die Bürger:innen und die Veanwortlichkeiten hinsichtlich Fördernehmer:innen, Umwelt Zukunftsplanung gleichermaßen berücksichtigt. Innsbruck braucht nachhaltige, wiederkehrende Veranstaltungen mit lokalem Bezug – nicht teure Prestigeprojekte,“ so Evi Kofler und Mesut Onay abschließend.