Alternative Liste lehnt die Bewerbung ab

GR Mesut Onay: „Höchst spekulative Veranstaltung auf Kosten der Bevölkerung“

Spekulation auf Kosten der Allgemeinheit
„Innsbruck ist eine lebenswerte Stadt – doch der ESC in Innsbruck ist keine Investition in die Zukunft, sondern Spekulation auf Kosten der Allgemeinheit“, kritisiert die Alternative Liste (ALi) die Stadtregierung und spricht sich gegen eine Bewerbung Innsbrucks für den Eurovision Song Contest 2026 aus.

„Ein millionenteures Spektakel auf Pump ist genau das Gegenteil dessen, was unsere Stadt aktuell braucht“, so Gemeinderätin Evi Kofler (ALi) in einer Aussendung. „Während in der Stadt Förderungen gekürzt, Gebühren erhöht und Kulturräume eingestampft werden, will man ein Prestigeprojekt finanzieren, das nichts zur Lösung der drängenden Probleme beiträgt, sondern sie noch befeuert,“ so Kofler. „Ausbau von Lebens- und Kulturräumen, sozialer Ausgleich und Klimaschutz müssen Priorität haben – nicht ein kurzfristiger Showeffekt.“

Intransparent und klimapolitisch desaströs!
„Der ESC ist eine großartige Veranstaltung der Vielfalt – aber in der derzeitigen Situation in Innsbruck am falschen Ort. „Innsbruck kann zudem nicht wie Basel einfach auf größere Flugzeuge umstellen. Das bedeutet, höhere Flugfrequenzen und eine größere Flugzahl über mehrere Wochen. Dass die Innsbrucker Grünen bei einem derart klimafeindlichen Projekt völlig kritiklos mitziehen, ist ihre Sache, wir tun es nicht,“ so Onay.

Für die Alternative Liste sollten die Städte nicht auf Konkurrenz setzen, sondern auf Kooperation.
„Wien als Kultur- und Lebensqualitätsstadt ist dafür besser aufgestellt. Die ESC-Fans sind mit dem Zug in wenigen Stunden dort – und wir können hier in Innsbruck mit kreativen Public Viewings und Alternativformaten ebenso begeistern. “, betonen Onay und Kofler.