Onay: „Die Forderung nach der ganzjährigen Notschlafstelle ist ein alter Hut“

Koalition soll sich besser daran machen, auch Housing First aus dem Koalitionsvertrag umzusetzen!

Die gerade neu ausgelöste Debatte zur ganzjährigen Notschlafstelle ruft bei Gemeinderat Mesut Onay Verwunderung hervor. „Es ist seit langem bekannt, dass es eine ganzjährige Notschlafstelle braucht. Die etablierten Parteien fordern das jedes Jahr im Frühling und sind dann überrascht, wenn im November wieder nichts passiert ist.“

Eine ganzjährige Notschlafstelle sei außerdem auch keine dauerhafte Lösung für die steigende Zahl der Wohnungslosen, kritisiert Onay. Menschen würden dort oft nur verwahrt werden, ein geregelter Alltag sei für Betroffene daher oft nicht möglich. Im Koalitionsabkommen steht allerdings eine Lösung: Housing First. Alle Parteien der Stadtregierung könnten nun eigentlich handeln, anstatt irgendwelche Rituale zu wiederholen. „Im Herbst gab es bereits einen eigenen Antrag zu Housing First von der Alternativen Liste selbst mit Verweis auf die Idee im Koalitionsabkommen, Obdachlosen als erstes Wohnraum zur Verfügung zu stellen, um ihnen einen geregelten Alltag zu ermöglichen.“ , so GR Mesut Onay. Der Antrag wurde abgelehnt und Onay mit Verweis auf das Regierungsabkommen vertröstet.

Die dort vereinbarte Umsetzung von Housing First lässt also weiter auf sich warten. Der Druck auf die Wohnungslosen steigt und die Wohnungspreise sind nach wie vor am oberen Ende. Mesut Onay fordert endlich eine Umsetzung von Housing First, statt nur wieder alte Forderungen aus einem alten Hut zu zaubern: „ Wir wollen jetzt endlich eine Lösung für die Probleme der Wohnungslosen, die immer mehr werden. Eine Umsetzung ist dringend erforderlich, alles andere ist fauler Zauber! Die Regierungsparteien sind gewählt, um Verantwortung zu übernehmen und nicht nach Lust und Laune Opposition zu spielen!“

Die Alternative Liste Innsbruck will wissen, wie und wann die Stadtregierung gedenkt, Housing First endlich umzusetzen, und wird diesbezüglich eine Anfrage in der nächsten Gemeinderatssitzung einbringen.

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